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SPD Remscheid

SPD Remscheid

Meldung:

25. Oktober 2017

Eine erfolgreiche Premiere

Die Remscheider SPD lud zur Vollversammlung mit anschließendem Worldcafé ein
Worldcafé der Remscheider SPD zum Audgang der Wahlen in 2017.
Ein neues Format wird erfolgreich ausprobiert: das Worldcafé.
Podiumsrunde im Anschluss an das Worldcafé am 21.10.2017.
Podiumsrunde im Anschluss an das Worldcafé mit Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitsgemeinschaften der SPD.
Warum hat die SPD zum dritten Mal in Folge bei einer Bundestagswahl weit weniger als 30% der Stimmen geholt?
Warum hat es eine rechtspopulistisch bis rechtsextreme Partei geschafft, bei 13 Landtagswahlen in Folge und auch bei der Bundestagswahl ins Parlament einzuziehen?
Wird die SPD eigentlich noch gebraucht?
Und wenn ja: mit welchen Themen können wir wieder mehrheitsfähig werden?

Diese und viele Fragen mehr führten rund 70 Mitglieder der Remscheider SPD am ersten Samstag der Herbstferien in die Räumlichkeiten der BAF in der Wülfingstraße in Lennep zusammen. Der Unterbezirksvorstand der Remscheider SPD hatte nach den beiden verlorenen Wahlen in diesem Jahr – der Landtagswahl im Mai und der Bundestagswahl im September – beschlossen, nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen.

„Wir wollen neue Wege wagen und wollen einen ernsthaften und nachhaltigen Diskussionsprozess starten, um die Gründe für das enttäuschende Abschneiden bei den vergangenen Wahlen aufzuarbeiten und Ideen zu entwickeln, wie wir wieder stärker werden können!“ so die im Juli diesen Jahres neu gewählte Vorsitzende der Remscheider SPD, Christine Krupp in ihrer Begrüßung. Sie mahnte die Notwendigkeit einer ehrlichen wie schonungslosen Analyse an. Die Zeit der Schönrednerei müsse ein Ende haben und anders als nach den Niederlagen bei den Bundestagswahlen in 2009 und 2013 dürfe nicht wieder alsbald zur Tagesordnung übergegen werden.

Erstmals lud der Unterbezirksvorstand der Remscheider SPD daher nach einer Vollversammlung zu einem sogenannten Worldcafé ein, wo in mehreren Runden an fünf verschiedenen Thementischen parallel diskutiert wurde. So beschäftigte sich ein Tisch mit den Gründen für die Wahlniederlagen in 2017. An einem zweiten Tisch wurde über die Themen gesprochen, auf die die SPD in Zukunft setzen sollte. An Tisch drei wurde diskutiert, mit welchen Partnern man gemeinsam Ideen und Projekte umsetzen könne. Am vierten Tisch ging es um die Abfrage von Potenzialen unter der eigenen Mitgliedschaft. An Tisch fünf schließlich wurde über die Gründe für das Erstarken einer rechtspopulistischen Kraft in Deutschland diskutiert und darüber, wie man diese wieder zurückdrängen könne.

Die anfängliche Skepsis, ob sich überhaupt genügend Mitglieder einfinden würden und ob das Konzept des Worldcafés für jedermann verständlich sein werde, wurde sehr schnell wiederlegt. Das Konzept fand bei Jung und Alt, bei langjährigen Mitgliedern und erst vor kurzem beigetretenen Personen sehr schnell Anklang.

An das Worldcafé schloss sich eine Podiumsrunde an, wo Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsgemeinschaften der Remscheider SPD die zentralen Ergebnisse der fünf Thementischen diskutierten. Der Schwerpunkt der Diskussion drehte sich um die Fragen der sozialen Teilhabe, die Frage des „richtigen“ Umgangs mit der Herausforderung Rechtspopulismus und um Fragen des Zusammenlebens in unserer Stadt, die durch Interkulturalität geprägt sei. Erfreulich war nicht nur dass eine so große Anzahl an Mitgliedern mitdiskutierte wie schon lange nicht mehr, sondern auch der Mut zur kontroversen Diskussion.

Auf die „Ermahnung“ eines Mitgliedes, die Ergebnisse des heutigen Tages nicht in der Versenkung verschwinden zu lassen, konnte die Moderatorin der Podiumsrunde, Stefanie Bluth, versichern, dass genau das Gegenteil passieren werde: „Wir werden die Ergebnisse aufbereiten und weiter daran arbeiten.“

Einen krönenden Abschluss fand der Samstagvormittag mit der Begrüßung von nicht weniger als vier neuen Mitgliedern, von denen drei im Laufe des Vormittages ihre Beitrittserklärung zur SPD abgegeben haben.