SPD stellt Anfrage zur Sicherheit der Stromversorgung in Remscheid

Ist die Stromversorgung in Remscheid gesichert?

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

in der Sorge um die Stromversorgung der Stadt Remscheid bitten wir Sie, folgende Fragen von der EWR beantworten zu lassen:

1.Ist die Stromversorgung für und in Remscheid gesichert oder können sich Vorfälle wie im Münsterland auch bei uns wiederholen?
2.Gibt es innerhalb des Netzes der EWR gefährdete Netzverbindungen, die auf Strommasten basieren?
3.Wenn ja, wie viel Prozent des Netzes der EWR sind hiervon betroffen und gibt es Programme, die den Ausbau von Erd- und Ringleitungen zum Inhalt haben?
4.Sind der EWR Probleme aus Netzen der Zulieferer bekannt? Wenn ja, gibt es hier ein Konzept, um die Probleme kurzfristig in den Griff zu bekommen?
5.Bestehen die Zuleitungen der Vorlieferanten aus gleichem Material wie die zerstörten Masten und Leitungen im Münsterland? Wenn ja, wann ist mit dem Austausch zu rechnen?

Begründung:

Erst bei Vorfällen wie im Münsterland tritt deutlich zu Tage, wie abhängig unsere Gesellschaft von der permanenten Vorhaltung von elektrischer Energie ist.

Der Black-Out der Stromversorgung in Deutschland zeigt, dass Stromnetze eng vernetzt sein müssen und dass Sicherheitseinrichtungen redundant ausgeführt werden müssen.

Der wirtschaftliche Schaden durch jeden Stromausfall ist immens hoch. Die Versorgungssicherheit bei der Beurteilung eines Wirtschaftsstandortes spielt daher eine erhebliche Rolle.
Es wurde bisher immer behauptet, dass in der Bundesrepublik Deutschland die Versorgungssicherheit der Strom-, Gas- und Wasserversorgung am höchsten sei und dass Störungen im Minutenbereich behoben werden können.
Diese Behauptung lässt sich nach den neuesten Erkenntnissen so wohl nicht mehr äußern.

Stromversorgung gehört zur Daseinsvorsorge und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Peter Meinecke
Fraktionsvorsitzender