„Wir dachten sofort an Franceso!“

Die Remscheider SPD hat am vergangenen Mittwoch zum Abschluss ihres Schreibwettbewerbs zu einem Kaffeetrinken in die SPD-Geschäftsstelle eingeladen. In zwangloser Atmosphäre begrüßten Margit Dorfmüller-Hake als Initiatorin des Wettbewerbs, Luigi Costanzo, Vorsitzender des Migrationsausschusses und Lothar Krebs, Zweiter Stellvertreter der Oberbürgermeisterin, das Ehepaar Splitter aus Radevormwald und die Familie Jacobs aus Lüttringhausen, die sich am Schreibwettbewerb zu "50 Jahre Anwerbeabkommen" beteiligt haben.

„Wir dachten sofort an Francesco!“ verriet Edith Splitter, als sie auf der Auftaktveranstaltung zur Interkulturellen Woche Ende September auf der Alleestraße angesprochen wurde, ob sie sich an ihre erste Begegnung mit Arbeitskollegen oder Nachbarn aus Südeuropa erinnern könne. Beim Ehepaar Splitter ergab sich die erste Begegnung buchstäblich „auf der Straße“. „Francesco“ hatte sich verfahren und suchte nach dem Weg zum Betrieb, bei dem er eine Anstellung gefunden hatte. Aus dieser zufälligen Begegnung wurden viele Begegnungen im Hause der Familie Splitter. „Er gehörte nach einiger Zeit einfach dazu!“ so Frau Splitter.

Herr Jacobs lernte im Betrieb die neuen Kollegen aus Spanien kennen. Er schilderte sehr humorvoll von ganz alltäglichen Schwierigkeiten – beispielsweise von sprachlichen Problemen beim Einkauf. So vermieden es die Spanier aus der Gegend um Granada, das Wort „Butter“ zu gebrauchen, weil dieses bei ungenauer Aussprache auch als „Bordsteinschwalbe“ missverstanden werden konnte. Man fand sich gegenseitig sympathisch und freundete sich an. Hieraus ergab sich eine besondere Affinität zum Land Spanien – die ihren Ausdruck nicht nur in zahlreichen Urlaubsaufenthalten in diesem Land führte, sondern zeitweise sogar zum Besitz eines Hauses in dem sonnigen südeuropäischen Land. Besonders erwähnenswert ist, dass Herr Jacobs als deutscher Staatsbürger Mitglied des spanischen Elternvereins in Remscheid ist und die junge Tochter aktive Flamencotänzerin ist.