Ein ganz besonderer Abend mit einer ganz besonderen Veranstaltung

Der offizielle Teil dieser Ausstellung der besonderen Art wurde bewusst erfrischend knapp gehalten. Luigi Costanzo, stellvertretender Parteivorsitzender, eröffnete den Abend als Hausherr. Margit Dorfmüller-Hake als Organisatorin erzählte kurz die Geschichte dieser Einladung und Gabriele Warden als Sonderschulpädagogin und Leiterin der Kunst-AG gab eine kleine Einführung in ihr pädagogisches Konzept und die Arbeit mit den Kindern. Diese hatten selbst das Bedürfnis, die Besucher an die Bilder heranzuführen und legten rasch alle anfängliche Beklommenheit und Schüchternheit ab.

So ergaben sich in herzlicher Atmosphäre in adventlich dekorierten Räumen und bei ansprechenden Leckereien lockere Gespräche zwischen den jungen Künstlern und den Besuchern. Oberbürgermeisterin Beate Wilding stellte sich geduldig mit den Kindern für eine Foto-Aktion zur Verfügung, wonach jedes Kind ein Foto mit dem Remscheider Stadtoberhaupt aus einer Sofortbildkamera „zur Erinnerung“ bekam. Kunst- und Museumspädagogen, Lehrer anderer Schulen und unbekannte Gäste ermutigten, lobten, fragten und bewunderten.

Aufmerksam und begeistert folgten junge und erwachsene Besucher der Musik von der Gruppe „Balanda Beat“, die mit ihren Instrumenten einen Mix aus World Music und traditioneller Musik der Aborigines spielte. Was die Veranstalter kaum zu wünschen gewagt hatten, erfüllten die engagierten Musiker mit Leichtigkeit: die Kinder durften auf den Trommeln der Band spielen, Didgeridoos ausprobieren, den Gong schlagen. Zu Beginn ungezügelt und ein wenig ungelenk endete die Session in einem gemeinsamen furiosen Rhythmus – zum Erstaunen der Kinder, die überhaupt nach diesem Abend stärker an ihre Fähigkeiten glauben dürften als zuvor.

Für sie und für viele Besucher hat der Abend die Erwartungen bei weitem übertroffen: Ein Junge, Hakan, der malt wie im Märchen aus 1001 Nacht, wird kostenlosen Malunterricht bekommen, ein Mädchen, Nadine, dass sich nichts zutraut und meist übersehen wird, bekommt zu spüren, das ihre Angehörigen stolz auf sie sind. Die Leiterin der Käthe-Kollwitz-Schule, Frau Hornung möchte einen neuen Aquarellkasten spenden und die Bilder der Ausstellung gerne für ihre Schule übernehmen. Die Sammlung im Sparschwein ergab 112,50 – ausreichend für drei Aquarellkästen für die Kunst-AG. Die Band „Balanda Beat“ hat gleich neue Engagements – in Schulklassen – angeboten bekommen (Kontakt zur Musik-Gruppe ist über Email möglich: balandabeat@nullweb.de.). Sonderschullehrerin Gabriele Warden hat „ihre“ Kinder von einer neuen Seite erlebt und dabei darauf aufmerksam machen können, dass diese Kinder unserer ganz besonderen Förderung bedürfen. Und nicht zuletzt: die SPD hat nun wunderschöne Bilder an den Wänden und Margit Dorfmüller-Hake hat stellvertretend für die Organisatoren von den Kindern in diesen Tagen einen anrührenden Dankesbrief erhalten.

Die Bilder hängen nun für die nächsten Wochen an den Wänden der SPD-Geschäftsstelle und können zu den Öffnungszeiten angesehen werden. Diese lauten: Montags bis donnerstags von 10:00 bis 17:00 Uhr und freitags von 10:00 bis 13:00 Uhr.