Keine Begrenzung des Kindergeldbezugs mit der SPD!

Zu der Diskussion innerhalb der CDU/CSU, den Bezug von Kindergeld möglicherweise auf 18 Jahre zu begrenzen und dafür in den ersten sieben Lebensjahren auszubauen, äußert sich der bergische SPD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Kucharczyk:

„Diese unhaltbare Benachteiligung von jungen Erwachsenen ist mit der SPD nicht zu machen. Für viele junge Menschen sind die Kindergeldzahlungen eine wichtige Voraussetzung, um eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren zu können. Und das ist gut und richtig so. Für den einzelnen, aber auch für die ganze Gesellschaft. Denn wir brauchen mehr gut ausgebildete junge Menschen – und nicht weniger.

Neben der Einführung von Studiengebühren durch die unionsgeführten Landesregierungen diskutieren CDU und CSU hier den nächsten Schritt, Menschen aus bildungs- oder einkommensschwachen Schichten den Zugang zu Ausbildung und Studium zu erschweren.

Die letzte OECD-Studie zur Bildung in Deutschland hat zudem erneut bestätigt: Bei der Hochschulabsolventenquote rangiert Deutschland im internationalen Vergleich immer noch deutlich abgeschlagen auf dem 22. Platz. Gleichzeitig haben junge Erwachsene aus sozial schlechter gestellten Elternhäusern geringere Chancen, ein Studium aufzunehmen. Gerade diese Eltern und jungen Erwachsenen sind auf staatliche Unterstützung durch Bafög und Kindergeld angewiesen. Die SPD weiß das und hat beim Koalitionspartner die seit langem überfällige Anpassung der Bafög-Sätze durchsetzen können.

Unsere (gemeinsame) Aufgabe muss sein, bessere Bildungschancen zu schaffen. Deshalb sollten wir jetzt unsere Kräfte bündeln und gemeinsam beim Ausbau der dringend benötigten Kinderbetreuung vorankommen – anstatt uns mit nicht zu Ende gedachten Forderungen der Union beschäftigen zu müssen.“