Ein Prosit auf die Arbeiter- und Frauenbewegung!

Wer war Marie Juchacz? Wie kam es zur Einführung des Frauenwahlrechtes in Deutschland? Was haben große deutsche Dichterinnen und Dichter über die Rolle der Frau in der deutschen Gesellschaft gedacht und geschrieben? Diese Fragen bilden die Eckpfeiler bei der diesjährigen ‚Nacht der Kultur’ auf der Remscheider SPD-Geschäftsstelle. Die SPD Remscheid wird sich mit einer Ausstellung, die an die SPD-Politikerin und Gründerin der Arbeiterwohlfahrt, Marie Juchacz (1879 – 1956), erinnert an der diesjährigen Remscheider Kulturnacht beteiligen. Darüber hinaus finden an diesem Abend ein Vortrag sowie eine Lesung statt.

Ausstellung „Über den Tag hinaus“

Ab 18:00 Uhr kann die Ausstellung der Siegener Konzeptkünstlern Dr. Marlies Obier „Über den Tag hinaus“ besichtigt werden, die an Leben und Werk der Gründerin der Arbeiterwohlfahrt, Marie Juchacz, erinnert.

90 Jahre Frauenwahlrecht

Marie Juchacz ist die erste Frau, die in einem deutschen Parlament – der ‚Weimarer Nationalversammlung’ – gesprochen hat. Passend hierzu wird die Frauenbeauftragte der Stadt Remscheid, Frau Christel Steylaers, um 18:30 Uhr einen Vortrag zu „90 Jahre Frauenwahlrecht“ halten.

Literatur trifft Politik

Einen literarischen Zugang zur Frauenbewegung wird Dr. Eva-Maria Oehrens von der ‚Akademie Remscheid’ geben, welche ab 19:30 Uhr aus dem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 1982  ausgezeichneten Buch „Von feinen und von kleinen Leuten. Alltagsgeschichten in Lebensberichten aus den Jahren 1918 – 1931“ von Cornelia Julius vorlesen wird. Ergänzend wird sie literarische Texte von zwei bis drei Dichterinnen einstreuen, die zur gleichen Zeit über Frauen- und Bildungsthemen geschrieben haben – aus dem Buch „Die Hälfte des Himmels“. Um den ‚Bewegungsfluss’ der Besucherinnen und Besucher der ‚Nacht der Kultur’ entgegen zu kommen, wird die Lesung in drei einzelnen Blöcken dargeboten.

Stoßen Sie mit uns an!

„Wir laden interessierte Besucherinnen und Besucher ein, starke Persönlichkeiten der Arbeiter- und Frauenbewegung von einer künstlerischen und literarischen Seite kennenzulernen sowie mit uns auf die Errungenschaften der Arbeiter- und Frauenbewegung anzustoßen!“ so die Initiatorin der Marie Juchacz – Ausstellung, Frau Dorfmüller-Hake.

Hinweise zum Veranstaltungsort

Die SPD-Geschäftsstelle befindet sich in der Elberfelder Straße 39 in der vierten Etage. Sie befindet sich gegenüber dem Ernst – Moritz – Arndt – Gymnasium direkt am Omnibusbahnhof ‚Friedrich-Ebert-Platz’. Die SPD-Geschäftsstelle ist durch einen Fahrstuhl im Innenraum des Gebäudes zu erreichen.