Gemeinsam nach Lösungsansätzen suchen!

Anstelle eine Visitenkarte für BesucherInnen oder attraktiver Ausgangs – und Rückkehrpunkt für Remscheider Reisende zu sein, hat sich der Bahnhof in negativem Sinne zu einem in den Ferien die lokale Presse bestimmenden Thema entwickelt.
Die in diesen Berichten dargestellten gesellschaftlichen Problemfelder, tauchen allerdings in vielen Remscheider Stadtteilen auf. Ein Grund mehr, davor nicht die Augen zu verschließen und gemeinsam möglichst vielschichtig nach adäquaten Lösungen zu suchen.

Folgende Fragen sollten wir uns jedoch im Vorfeld in diesen Zusammenhang stellen:

1.Von welchen Problemen und Verursachern reden wir? (Erstellen einer genauen Analyse!)

2.Wie erreichen wir die angesprochenen Problemgruppen?
(Ein Streetworker für eine Großstadt wie Remscheid, dass ist definitiv zu wenig. Er kann unmöglich an allen Brennpunkten gleichzeitig sein! Auch die Arbeitsweise mit den Problemgruppen könnte völlig unterschiedliche Anforderungen und Konzepte erfordern.)

3.Wie ist die Bedürfnislage aller Beteiligten?

4.Insoweit Jugendliche involviert sind, was wird tatsächlich vor Ort an Freizeitaktivitäten benötigt? (Welche Angebote können im Zuge präventiven Arbeitens gemacht werden?)

5.Inwieweit sind die ursprünglichen Ideen und Vorschläge der Bahnhofsplaner für Kinder- und Jugendliche umgesetzt worden und/oder werden noch umgesetzt? (Disco, Kletterwand etc.)

6.Wie gestalten wir jetzt den Nordsteg, damit er nicht ein weiterer Negativbaustein im „Puzzle Bahnhof“ wird?

Das heißt: Viele Bedürfnislagen prallen aufeinander, was die Sache zugegebenermaßen nicht einfacher macht! Um dieser Vielschichtigkeit gerecht zu werden, sollte diese Problematik von allen Seiten gemeinsam und intensiv beleuchtet werden.
Unserer Meinung nach ist das eine Thematik, die auch im Kinder- und Jugendbereich sowie mit den Betroffenen politisch diskutiert werden muss.

Um für alle Beteiligten, und daran ist uns sehr gelegen, akzeptable Lösungen finden zu können, empfehlen wir für die Nachhaltigkeit, dass sowohl der Jugendrat, als auch der Jugendhilfeausschuss in die Beratungen über die Problematiken auf dem Bahnhofsgelände, sowie der noch anstehenden baulichen Maßnahmen, aktiv einbezogen werden.