Am Montagabend um 18:34 Uhr war die Amtsübergabe sichtbar vollzogen

Burkhard Mast-Weisz mit der Amtskette
Burkhard Mast-Weisz trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Remscheid ein
Nach der Überreichung der Amtskette: Burkhard Mast-Weisz trägt sich ins 'Goldene Buch' der Stadt Remscheid ein.

In der Mensa der Sophie-Scholl-Gesamtschule schwor Burkhard Mast-Weisz gestern in einer feierlichen Atmosphäre den Amtseid. Anschließend bekam er im Beisein der über 160 geladenen Gäste die Amtskette umgehängt und verewigte sich im Goldenen Buch der Stadt. Der damit in das Amt eingeführte neue Oberbürgermeister der Stadt Remscheid beschrieb zu Beginn seiner Amtsantrittsrede sein Bild der Stadt. Remscheid sei eine „Stadt, in der wir alle, unabhängig von Herkunft, Religion, Alter und persönlicher Lebensausrichtung, friedlich miteinander leben“.

Er betonte seine Freude darüber das Amt des Oberbürgermeisters antreten zu dürfen; zugleich zollte er seinem Gegenkandidaten Respekt für sein Engagement und einen fairen Wahlkampf.

Anschließend ging er auf seine persönlichen Schwerpunkte für seine Arbeit in den nächsten sechs Jahren ein. Sehr wichtige sei ihm neue Unternehmen für Remscheid zu gewinnen. Dieses Ziel müsse ohne in einen Steuersenkungswettbewerb mit anderen Gemeinden einzutreten erreichet werden. Remscheid könne hier mit einem „Klima punkten, das überzeugt“. Zum Thema DOC bemerkte er, dass er in dem Projekt eine große Chance sehe, um Kaufkraft in Remscheid zu binden, Arbeitsplätze zu schaffen und den Tourismus zu beleben. Natürlich müssten in Bezug auf die Verkehrs- und Umweltbelastungen in Lennep die bestmöglichen Lösungen erarbeitet werden.

Ein weiteres Ziel sei die Förderinstrumente für die Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit zu verbessern. Dies könne nur gelingen, wenn der Bund die Kommunen stärker unterstützt. Remscheid werde sich dafür einsetzen. Auch der bisher erfolgreiche Ausbau der qualitativ hochwertigen Betreuungsangebote müsse fortgeführt werden.

„Familie und Beruf müssen miteinander vereinbar sein“, so Mast-Weisz. Um eine generationengerechte Stadt zu erhalten, in der sich Jung und Alt gleichermaßen wohlfühlen, müssten Kultur-, Freizeit- und Sportangebote sowie attraktiver Wohnraum und Grünflachen ausgebaut werden. Die Belebung der Innenstadt sei eine weitere zentrale Aufgabe. Einkaufen, Kultur und Freizeit sollen sie in Zukunft prägen. Auch die Bedeutung von Vereinen, Kirchen und Organisationen betonte der Oberbürgermeister. Ihnen gelte seine zukünftige Unterstützung.

Abschließend bemerkte Burkhard Mast-Weisz, dass er „mit Freude und Engagement, aber auch mit großem Respekt und Demut“ an die Aufgabe des Oberbürgermeisters herangehen wolle.