Auf den Spuren von Johannes Rau und Manfred Stolpe

Bei der Übergabe der Kuvertiermaschine vom UB Remscheid an den UB Potsdam: Antonio Scarpino, Sven Wiertz und Nadine Lilienthal.
Bei der Übergabe der Kuvertiermaschine: Antonio Scarpino, Sven Wiertz und Nadine Lilienthal (UB Potsdam).

In diesem Jahr können wir 25 Jahre deutsche Einheit feiern. Ein wichtiges Mosaikstück auf dem Weg hierhin war die Gründung der Sozialdemokratischen Partei in der damaligen DDR im Herbst 1989, welche die Initiatoren von damals als Kampfansage an das Machtmonopol der damaligen DDR-Staatspartei SED und damaligen sogenannten Blockparteien in der Volkskammer verstanden.

Im Herbst des vergangenen Jahres nahmen der Büroleiter der Remscheider SPD, Antonio Scarpino und die Geschäftsführerin des SPD-Unterbezirks Potsdam, Nadine Lilienthal, an einer Seminarreihe für neue Hauptamtliche der SPD teil. Im Rahmen eines Gesprächs über den Arbeitsalltag des jeweils anderen stellte sich heraus, dass die SPD in der brandenburgischen Landeshauptstadt auf der Suche nach einer Kuvertiermaschine ist, um den Büroalltag erleichtern zu können. „Also, wir in Remscheid haben eine, die wir nicht mehr nutzen, weil wir den Postversand extern abwickeln. Ich frage mal nach, ob wir die abgeben können.“ so Scarpino.

„Das ist eine tolle Idee!“ Mit diesen Worten griff der Vorsitzende der Remscheider SPD, Sven Wiertz die Idee auf. „Vielleicht kann sich hieraus ein Austausch oder gar eine Partnerschaft entwickeln.“ Und so fuhren der Vorsitzende der Remscheider SPD und „sein“ Büroleiter im Februar dieses Jahres nach Brandenburg und überbrachten die „kleine Maschine“. „Ich habe in der vergangenen Woche einen Bekannten 10.000 Brief eintüten lassen. Sie läuft einwandfrei und wird es hoffentlich noch viele Jahre laufen!“ so Antonio Scarpino bei der Übergabe.

Bei der Übergabe wurde auch die Idee einer Partnerschaft zwischen dem Bergischen Städtedreieck und der Region Potsdam abgesprochen. „Johannes Rau und Manfred Stolpe haben als Ministerpräsidenten ab 1990 einen regen Austausch zwischen Nordrhein-Westfalen und Brandenburg auf der Ebene der Landesverwaltungen und bei den Kommunalverwaltungen angeregt. Es wäre schön, wenn wir das auf Parteiebene übertragen können.“ so Wiertz. „Von unserer Seite sehr gerne!“ so Nadine Lilienthal.

Im Anschluss führte Nadine die beiden Besucher durch das Haus der brandenburgischen SPD, dabei tauschte man sich über die Herausforderungen der Parteiarbeit in den beiden Landesverbänden aus. Ein drängendes Thema hüben wie drüben ist die Frage, wie man finanzielle und personelle Ressourcen sinnvoll einsetzt.

Am Nachmittag fuhren die Gäste aus Remscheid nach Königs Wusterhausen weiter. Der Geschäftsführer der SPD im Landkreis Dahme-Spreewald, Ludwig Scheetz, gehört wie Scarpino und Lilienthal ebenfalls zu den Teilnehmern der Seminarreihe für neue Hauptamtliche in der SPD. Die Gäste aus NRW zeigten sich sehr beeindruckt von dem sehr schön gelegenen Bürgerbüro und der einladenden Atmosphäre. De Frage der finanziellen Handlungsfähigkeit der Kommunen und die anstehende kommunale Gebietsreform in Brandenburg standen hier im Mittelpunkt der aktiven Kommunalpolitiker aus Ost und West.