Ein Preis für alle engagierten Remscheiderinnen und Remscheider!

Laudator Sven Wolf, Preisträgerin Daniela Krein und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz.

Das politische Jahr begann für die Remscheider SPD mit ihrem Neujahrsempfang am Honsberg. Bereits zum zweiten Mal fand dieser in den sehr schönen Räumlichkeiten des „Neuen Lindenhofs“ statt. Mehr als 130 Mitglieder der Remscheider SPD sowie Gäste der Religionsgemeinschaften, von Verbänden, Vereinen & Einrichtungen waren der Einladung gefolgt. Der Empfang stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Flüchtlingspolitik bzw. der „neuen Nachbarn“.

NRW ist, wo die Hilfsbereitschaft groß geschrieben wird!
„In NRW wird Hilfsbereitschaft groß geschrieben!“ begann der Leiter des Evangelischen Büros Nordrhein-Westfalen, Kirchenrat Dr. Weckelmann, seine Rede. Der „Botschafter“ der drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen ging in seiner Rede auch auf die Ereignisse der Silvesternacht in Köln ein und machte unter starkem Applaus der Zuhörerinnen und Zuhörer deutlich, dass rechtspopulistischer Stimmungsmache entschieden entgegen getreten werden muss. Darüber hinaus mahnte er die Diskussion um ein Einwanderungsgesetz für die Bundesrepublik Deutschland an, welches für die Betroffenen eine Alternative zum Asylrecht bilden müsse. Die konkreten Inhalte müssten Gegenstand politischer Diskussionen sein. Angesichts der großen Zahl an Menschen, die in den vergangenen beiden Jahren nach Deutschland gekommen sind, müsse 2016 zum Jahr der Integration werden. Das Land und auch die Kirchen würden hier große Anstrengungen unternehmen – von der Schaffung von Wohnraum über zusätzliche Plätze in Kindertagesstätten und Schulen bis hin zum Anbieten von Sprach-, Integrations- und Weiterbildungskursen. Integration werde allerdings nur auf Basis der Grundwerte des Grundgesetzes gelingen – wie der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern. Ebenso müsste wohnungspolitisch sowohl eine Gettoisierung als auch eine Gentrifizierung (Verdrängung ärmerer Bevölkerungsschichten) vermieden werden.

Ein Preis für alle engagierten Remscheiderinnen und Remscheider
Ebenfalls bereits zum zweiten Mal wurde der Preis „Stolz auf Remscheid!“ verliehen. Dieser wurde in diesem Jahr an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingsarbeit und an Frau Krein vom Betreuungsverein B.A.F. übergeben. Die Haupt- und Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit leisten eine im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbare Arbeit – ob in der Essensausgabe in einer der drei Notunterkünfte über die Arbeit in der Kleiderkammer der Stadt Remscheid bis hin zum Anbieten von Spiel- und Sprachkursen oder bei der Begleitung im Alltag. „Sie sorgen dafür, dass den Flüchtlingen in unserer Stadt die Würde zurückgegeben wird, die ihnen auf ihrer Flucht genommen wurde.“ machte der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf in seiner Rede zur Entscheidung über die Preisvergabe deutlich. Mit Blick auf die Ereignisse nach dem Silvesterabend in Köln machte Wolf, der auch rechtspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist, deutlich, dass die Antwort auf die Ereignisse von Köln nicht die Bildung von Bürgerwehren sei sondern das Grundgesetz.

Vor welchen Herausforderungen Haupt- und Ehrenamtliche im Flüchtlingsbereich stehen, machte die Preisträgerin in ihrer Rede deutlich. Frau Krein erinnerte daran, wie im ersten Halbjahr vergangenen Jahres in rund 26 Stunden aus einer Schule eine Notunterkunft wurde. Ohne die Feuerwehr wäre das nicht gegangen, denen sie bei dieser Gelegenheit herzlich dankte und was von den Anwesenden mit starkem Applaus begleitet wurde.
In seiner Abschlussrede bat der Vorsitzende der Remscheider SPD, Sven Wiertz, die Ehrenamtlichen sich nicht entmutigen zu lassen. „Machen Sie weiter, auch wenn es Rückschläge gibt!“ Das Engagement lohne sich – für die Menschen die zu uns kommen und für uns als Gesellschaft.