„Guten Tag, ich würde gerne mal bei Ihnen ausstellen!“

Eröffnung der Ausstellung "Kunst unterm Regenbogen" am 08.07.2016.
Gut besucht: die Eröffnung der Ausstellung von Elke Schumacher.
Aufspielen für die Künstlerin: Danil Mejeritski (am Cello) und Elke Schumacher.
Aufspielen für die Künstlerin: Danil Mejeritski (am Cello).

Wie kommen Künstlerinnen oder Künstler an Ideen für ihre Werke? Diese Frage ist so individuell, dass der Versuch einer Antwort nur scheitern kann. Wie Künstler an Ausstellungsmöglichkeiten kommen, ist hingegen nicht allzu schwer zu beantworten. 

„Ich habe vor ein paar Monaten eine Ausstellung in der SPD-Geschäftsstelle besucht und wollte fragen, ob ich auch mal hier ausstellen kann.“ – „Das können wir gerne machen. Wann wäre es bei Ihnen möglich?“ – In weniger als eine Minute waren sich die Künstlerin Elke Schumacher und der SPD-Geschäftsführer Antonio Scarpino handelseinig.

„Ach ja, wenn sie wissen möchte, ob Ihnen meine Bilder gefallen, können Sie gerne meine Ausstellungsräume an der Intzebrücke / Baisieper Str. 9 aufsuchen – da ist ein Teil meiner Bilder ausgestellt.“ Ein nächtlicher Besuch beim ehemaligen Kiosk, wo der Betrachter einst zu Grundschulzeiten regelmäßig Süßigkeiten und Comics gekauft hatte, überzeugte vollends.

„Kunst unterm Regenbogen!“ – ein Titel mit Aussage
Bunt sind sie, die Werke von Frau Schumacher. Und vielseitig. Sie male „einfach drauflos“ und lasse sich „überraschen, was am Ende herauskommt.“ Und in der Tat: Das Ergebnis ist vielseitig und stets farbintensiv – und eine Auswahl davon kann in der SPD-Geschäftsstelle besichtigt werden.

Bekannt weil engagiert
„Frau Schumacher, das ist doch die Künstlerin die uns gemalt hat!“ – Gänzlich unbekannt ist die Künstlerin auf dem politischen Parkett Remscheids nicht: Gemeinsam mit Kolleginnen hatte Frau Schumacher nach der Kommunalwahl die neugewählten Ratsmitglieder portraitiert. Und auch auf der Alleestraße konnten ihre Werke schon bewundert werden, denn dort hatte sie gemeinsam mit Künstlerkollegen ein leerstehendes Ladenlokal vom Eigentümer mietfrei bekommem, um dort auszustellen. Überhaupt: Kunst in leerstehenden Ladenlokalen – das könnte ein guter Ansatz sein, mehr Leben in die Stadt zu bringen und etwas gegen die Tristesse zu unternehmen, die unweigerlich von zugeklebten Schaufensterscheiben ausgeht.

Sehenswert:
Die Ausstellung „Kunst unterm Regenbogen“ wird bis 01.09. montags bis donnerstags von 10:00 bis 17:00 Uhr und freitags bis 15:00 Uhr in der SPD-Geschäftsstelle am Friedrich-Ebert-Platz, Elberfelder Straße 39, zu sehen sein.