„Bezahlbare Wohnungen haben wir. Jetzt machen wir die schönsten draus!“

Die Vollversammlung der Remscheider SPD hat Samstag Vormittag in der Mensa der Albert-Einstein-Schule den nachfolgenden Antrag beschlossen. Antragssteller war der SPD-Ortsverein West mit seinem Vorsitzenden Sven Wolf MdL.

Die Remscheider SPD spricht sich dafür aus, auch in Remscheid das Thema gutes und bezahlbares Wohnen nicht aus dem Blick zu verlieren.

Für die Remscheider SPD bleibt die Objektförderung weiterhin das Mittel der Wahl. Damit kann Neubau oder die Sanierung von Wohnraum mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Eine Subjektförderung, also bezahlbares Wohnen durch hohe öffentliche Wohngeldzuschüsse zu erreichen, ist dazu nicht geeignet.

Unser Oberbürgermeister und unsere Ratsfraktion sind hier auf einem guten Weg und werden ermutigt, diesen Weg weiterzugehen.

Dazu sollte die Fraktion einfordern:

  • in künftigen Bauleitplanverfahren der Stadt Remscheid soll eine verbindliche Quote für öffentlich geförderten Wohnraum und eine Quote barrierefreier Wohnungen verankert werden,
  • das Programm zur Sanierung von Wohnraum soll auch in Remscheid stärker beworben und ausgeweitet werden &
  • die GEWAG als städtische Wohnungsgesellschaft soll bei ihrer Strategie, Wohnungen im Bestand zu renovieren und weiterhin gute und günstige Wohnungen anzubieten unterstützt werden.

 

Begründung:

Nach dem aktuellen Wohnungsmarktbericht der nrw.bank ist unsere Region weiterhin schrumpfend. Das Wachstum in anderen Nachbarregionen und die damit steigende Nachfrage auf den bereits angespannten Wohnungsmärkten der Rheinschiene schwappt nur langsam nach Remscheid über.

Nach der Analyse der nrw.bank kommt einem schrumpfenden Markt dennoch die Aufgabe zu, sich intensiv – aber anders als Boom Städte – mit dem Thema Wohnen zu beschäftigen. Hier gilt das Motto „sorgsamer Neubau“.

Zudem haben wir in Remscheid auch weiterhin einen Überschuss an täglichen Einpendler. Einpendlern. Alle die morgens zur Arbeit nach Remscheid kommen, dürfen gerne abends und nachmittags zum Wohnen hier bleiben.

In einem Markt, der viele Wohnungen zur Auswahl anbietet, werden nach und nach nicht mehr zeitgemäße oder nicht renovierte Wohnungen kaum noch vermietet. So werden irgendwann einzelne Wohnungen oder ganzen Häuser Leerstehen.

Zudem liegen die Mietpreise glücklicherweise noch auf deutlich geringerem und bezahlbaren Niveau. Im Umkehrschluss führt dies aber zu wenig Anreiz für die Eigentümer in den Bestand zu investieren.

Wir brauchen in den kommenden Jahren dennoch zeitgemäße, moderne und barrierefreie Wohnungen. Die GEWAG hat etwa mit der Veränderung von Wohnungszuschnitten, aufwändigen Renovierungen und Belebung des Quartiersumfeldes neue Wege beschritten. Die GEWAG, die hier eine gute Arbeit für den Wohnungsmarkt leistet, sollte als Vorbild für andere auch rein private Wohnungsunternehmen dienen.

Ein gutes Instrument kann es sein gute Wohnungen durch öffentliche Förderung neuzubauen oder die Sanierung mit öffentlichen Mitteln zu fördern. Das hilft am Ende allen. Mieterinnen und Mieter finden schöne und bezahlbare Wohnungen, Eigentümer vermeiden Leerstand und können trotzt niedriger Mieten investieren.