1.922 Euro für eine unbezahlbar wichtige Aufgabe!

Ende März fand die zweite Auflage von „Hand in Hand“ statt, wo Chöre, Tanzgruppen und Musikbands honorarfrei für einen unterhaltsamen Nachmittag im Vaßbendersaal sorgten. In diesem Jahr kam der Erlös der „Ärztlichen Kinderschutzambulanz Bergisches Land e.V.“ zugute, welche auf dem Gelände der Sana-Klinikums an der Burger Straße liegt. Rund 170 Zuhörerinnen und Zuhörer genossen einen abwechslungsreichen Nachmittag.

sdr

Vor über zweieinhalb Jahren gab es die Idee, mit Unterhaltung etwas Gutes zu tun. Hieraus entstand auf Initiative von Frau Gabriela Pires Rodrigues, Einrichtungsleiterin des Willi-Hartkopf-Hauses und von Frau Bircan Aslan von der Alevitischen Gemeinde die Benefiz-Veranstaltung „Hand in Hand“, welche im Januar 2017 erstmals im Vaßbendersaal stattfand und wo Gelder für den Förderverein Christliches Hospiz Bergisches Land gesammelt wurden.

Der Betrag von 1.922 Euro, der der Kinderschutzambulanz übergeben werden konnte, kam zusammen durch den Verkauf von Eintrittskarten sowie durch den Verkauf von Speisen und Getränken. Hier arbeiteten Mitglieder der Alevitischen Gemeinde zu Remscheid, der Remscheider SPD, der Jugendhilfeeinrichtung „Die Schlawiner“, der Deutsch-Italienischen Gesellschaft, der Arbeiterwohlfahrt und des Seniorenzentrums Willi-Hartkopf-Hauses im wahrsten Sinne des Wortes „Hand in Hand“.

Bei der Übergabe des Erlöses machte Frau Schauf von der Geschäftsstelle der Kinderschutzambulanz deutlich, wie wichtig – aber auch wie belastend und manchmal auch frustrierend die Arbeit der Kinderschutzambulanz ist.

So sei das Problem der Kindesmisshandlung und Verwahrlosung ein schichtenübergreifendes Problem. Man sehe in so viele Abgründe, dass die Arbeit für die Therapeuten – acht sind es zurzeit – psychisch sehr belastend sei. Darüber hinaus sei es schwer, neues Personal zu finden.

Seit 27 Jahren würde sie nun in der Geschäftsstelle der Kinderschutzambulanz arbeiten – und doch sei sie manchmal frustriert, dass in unserem Land der Kinderschutz nur mangelhaft abgesichert sei. So erhalte man von der Stadt Remscheid zwar eine Grundförderung, doch von dieser und der Abrechnung der Fälle über die Jugendämter könnte der Betrieb der Kinderschutzambulanz nicht aufrechterhalten werden.

100.000 müssen jedes Jahr über Spenden herein kommen – da sei jeder Beitrag willkommen. Sie berichtete von einem Frauenkreis aus dem Bürgerhaus Süd, die zugunsten der Kinderschutzambulanz stricken würden, von der großzügigen Unterstützung der sogenannten Serviceclubs bis hin zu Einzelspenden.

Die Organisatorinnen bedankten sich  bei allen mitwirkenden Künstlerinnen und Künstlern, bei den mitwirkenden Organisationen und bei Herrn Carouge von der Friedenskirche und Herrn Mersmann von der Auferstehungsgemeinde für die Moderation. Die Reihe „Hand in Hand“ wird 2021 fortgesetzt.