In partenza per Crotone

Gruppe aus Remscheid und Solingen spricht mit SPD-Landtagsabgeordneten über die Möglichkeit eines Direktflugs nach Crotone (Kalabrien).

Gespräch mit einer Gruppe zum Flughafen Crotone

„Auch kleine Schritte bringen uns voran. Wir müssen unser Anliegen an vielen Stellen vortragen und viele Gleichgesinnte suchen – dann könnte unser großer Wunsch, dass es wieder einen Flug aus Deutschland zum Flughafen Crotone gibt, auch wahr werden“, meinte einer der Gesprächsteilnehmer, zuversichtlich, dass sich der Einsatz lohnt.

Am Mittwoch traf eine zehnköpfige Gruppe mit Initiator Nicola Turano im Landtag Nordrhein-Westfalen mit der Kölner Landtagsabgeordneten Susana dos Santos Herrmann und dem Remscheider Landtagsabgeordneten Sven Wolf zusammen. Broschüren, Karten und auch Flaggen brachten sie mit.

Seit fast fünf Jahren gibt es die Initiative von Süditalienern aus Kalabrien, die in Remscheider und Solinger Betrieben beschäftigt sind und vor allem in den Sommermonaten ihre Familien in besuchen wollen.

Den Landtagsabgeordneten erläuterten sie ihr Anliegen. „Vorübergehend gab es eine Möglichkeit, in den Sommermonaten zweimal in der Woche aus Nürnberg mit der Ryan Air nach zu Crotone zu fliegen. Diese Flugverbindung wurde leider eingestellt. Jetzt kämpfen wir dafür, dass es eine Alternative gibt und wollen uns für einen Flug aus Nordrhein-Westfalen einsetzen.“

Die Flüge aus Nürnberg nach Crotone seien zu über 80 % ausgelastet gewesen. Die Initiative sieht eine gute Chance, dass auch aus dem übrigen Bundesgebiet Reisende nach Nordrhein-Westfalen kommen würden, um von hier aus nach Crotone  zu fliegen. Die Alternative, so berichteten sie, sei eine dreistündige Reise durch Kalabrien auf schwierigen Straßen vom ohnehin bereits überlasteten Flughafen Lamezia aus.

„Ob es ein solches Angebot geben wird, wird weitgehend von der Nachfrage nach einer solchen Flugverbindung, also der Auslastung, abhängen“, machte Susana dos Santos Herrmann deutlich, die Mitglied im Verkehrsausschuss des Landtags ist. Sie sagte zu, der Initiative Ansprechpartner für weitere Gespräche zu nennen. „Hier wird auch eine Rolle spielen, dass von italienischer Seite aus das Interesse an einer solchen Verbindung deutlich gemacht wird.“

„Mir geht es auch darum, ein solches Anliegen bei uns in Remscheid und darüber hinaus publik zu machen, damit sich viele Unterstützerinnen und Unterstützer finden“, betonte Sven Wolf. „Dafür sind Gespräche mit der Politik hilfreich – auch wenn dies letztendlich eine Entscheidung eines Wirtschaftsunternehmens sein wird, auf die die Politik keinen Einfluss nehmen kann. Bei unserer großen italienischen Community hier bin ich sicher, dass das Interesse groß ist. Nun gilt es, auch in anderen Regionen NRWs weitere Unterstützer zu finden.“