„Es geht um den Fortbestand der sozialen Marktwirtschaft als Gesellschaftsmodell“

„Es geht um nicht mehr und um nicht weniger als den Fortbestand der Sozialen Marktwirtschaft als Gesellschaftsmodell – der deutschen Erfolgsgeschichte schlechthin seit fast 70 Jahren. In einer Zeit, wo viele Menschen in angeordneter sozialer Isolation lebten, um ihren Anteil zur Verlangsamung der Ausbreitung des hochansteckenden Corona-Virus zu leisten, müssen wir dafür sorgen, dass zur sozialen Isolation nicht auch noch Existenzsorgen dazukommen.“

Christine Krupp 2020
Christine Krupp 2020

Mit diesem deutlichen Appell hat sich die Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Remscheid, Christine Krupp, hinter die Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes gestellt, das Kurzarbeitergeld in den kommenden Monaten auf mindestes 80% des letzten Netto-Gehaltes festzusetzen.

Die aktuelle gesetzliche Höhe von 60% (ohne Kinder) reiche bei vielen Haushalten kaum zur Bewältigung der Fixkosten wie Miete, Strom und Kommunikationsgebühren, vor allem wenn die Beschäftigten in niedrig entlohnten Bereichen gearbeitet haben.

„Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie wertvoll die Tarifpartnerschaft ist. In vielen Unternehmen, die der Tarifbindung unterliegen, gibt es bereits freiwillige Vereinbarungen zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes.“ so Krupp.

Auf große Zustimmung stößt der Vorstoß von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Bonuszahlungen für Beschäftigte im Einzelhandel in Höhe von 1.500 Euro steuerfrei zu stellen. „Das ist genau das richtige Zeichen zur richtigen Zeit. Wir brauchen mehr davon!“ so Krupp.