SPD: Nicht nur „Klatschen“, sondern Leistungsträger auch wertschätzen. Wirtschaftliche Folgen für unsere Region besonders groß!

Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender der Remscheider SPD und Landtagsabgeordneter: „Die Corona-Pandemie trifft uns alle, aber sehr ungleich. Wir können uns vor Ort auf die Daseinsvorsorge, wie Strom, Wasser oder Müllabfuhr oder unsere Pflegeheime oder Kindergärten, verlassen. Alle Leistungen werden hier vor Ort organisiert!

Das Rückgrat des Zusammenlebens in unserer Stadt sind damit die vielen Beschäftigten in der Stadtverwaltung, den technischen Betrieben, den städtischen Tochtergesellschaften und selbstverständlich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Altenheimen und Kliniken!

Gerade diese Krise lässt die täglichen Leistungsträger in den Vordergrund rücken, die sich mit viel Einsatz ins Zeug legen und den Laden am Laufen halten!

Diesen danken wir, aber „Klatschen“ allein reicht nicht. Jetzt gibt es in diesem Jahr eine einmalige Möglichkeit, Sonderzahlungen steuer- und sozialabgabenfrei zu gewähren. Als Bundesfinanzministerminister Olaf Scholz das Programm vorstellte sagte er ‚Hundertprozentigen Einsatz in dieser Zeit wollen wir hundertprozentig belohnen`.

Daher könnte die Stadt hier mit gutem Beispiel für viele voran gehen. Wir bitten, den Oberbürgermeister gemeinsam mit dem Personalrat ein Konzept für eine einmalige Sonderzahlung zu entwickeln und dem Rat zur Entscheidung vorzulegen.

Christine Krupp 2020
Christine Krupp 2020

Das diesjährige Motto zum 1. Mai lautet ‚Solidarisch ist man nicht alleine,‘ ergänzt die Vorsitzende der Remscheider SPD, Christine Krupp, „wenn wir zusammenhalten und aufeinander achtgeben, können wir Krisen bestehen.

Neben denen, die derzeit Unglaubliches in ihrer täglichen Arbeit leisten, sind andere zum Nichtstun gezwungen. Schon viele Kolleginnen und Kollegen haben ihren Job verloren oder sind in Kurzarbeit. Aber auch an diese denken wir am Tag der Arbeit!  Auch hier gibt ein gutes Zeichen vom Bund mit der Erhöhung des Kurzarbeitergeldes“

Sven Wolf ergänzt: „Wenn wir uns aber die Auswirkung auf die Wirtschaft anschauen, wie es die aktuelle Studie des Institut Prognos aus Berlin gemacht hat, dann werden manche Branche besonders stark getroffen. Dazu gehören chemische Industrie, Metall- und Elektroindustrie, Stahlindustrie, Kultur- und Kreativwirtschaft und natürlich Tourismus und Gastgewerbe.

 

Gerade unsere Region ist im Vergleich zu anderen in NRW und Deutschland besonders betroffen. Hier sind 37 % aller Beschäftigten in betroffenen Branchen tätig. In NRW im Schnitt nur 20 %.

 

Daher müssen wir künftig umdenken, wenn es um Strukturhilfen und moderne Ideen für Wirtschaftspolitik geht. Denn im Ruhrgebiet oder in der Rheinschiene ist nur jeder fünfte Beschäftigte von der Krise betroffen.“