Anstieg der Strompreise: SPD fordert Überprüfung der Auswirkungen auf Remscheid

Bild: Thomas Wunsch, Remscheid

Angesichts der in letzter Zeit sprunghaft gestiegenen Strom- und Gaspreise fordert die SPD-Ratsfraktion die Verwaltung auf, die Auswirkungen auf die Sozialsysteme der Stadt Remscheid zu überprüfen. Ein entsprechender Fragenkatalog wurde für den Hauptausschuss am 17. Februar sowie den Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Wohnen und Pflege am 02. März gestellt.

Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD: „Nicht nur für Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger stellen die gestiegenen Strom- und Gaskosten eine immense Belastung dar. Auch bei vielen Beschäftigten wird bei steigenden Heizkosten das Geld knapp. Zumindest dann, wenn das hohe Preisniveau bleiben sollte. Zudem sind viele Menschen aufgrund der Insolvenzen von Drittanbietern in die Grundversorgung der EWR zurückgefallen. Wir sollten gemeinsam mit der Verwaltung beraten, wie wir auf diese Entwicklung reagieren und welche Maßnahmen wir ergreifen können. Denn wir wollen, dass sich auch weiterhin alle Remscheiderinnen und Remscheider ihre Strom- und Gasrechnungen leisten können.“

Hintergrund:
In Europa und der Bundesrepublik spitzt sich die Lage auf dem Energiemarkt immer mehr zu. Seit Ende letzten Jahres sind die Energiepreise für Strom und Erdgas sprunghaft angestiegen. Daneben haben zahlreiche sogenannte Drittanbieter Kundenverträge gekündigt oder Insolvenzanträge gestellt, weil sie selbst zu den günstigen „Lockangeboten“ bei gestiegenen Einkaufspreisen eine Belieferung nicht mehr sicherstellen konnten. Die Kunden dieser Energieanbieter fallen nun an die Grundversorger, in Remscheid die EWR GmbH, zurück. Die Grundversorger müssen jetzt die Versorgung der Privatkunden sicherstellen, die von den Discount-Anbietern im Regen stehen gelassen worden sind, obwohl diese Energiemengen teilweise nicht langfristig eingeplant waren.